Hernien

Individuell angepasste Therapiekonzepte bringen für jeden Patienten (vom Jugendlichen über den Schwerarbeiter oder Leistungssportler bis hin zum „Alten“,nicht Narkosetauglichen) das Optimum an Behandlungsicherheit und Behandlungserfolg.

Kurze Krankenhausaufenthalte und die Möglichkeit rasch wieder in den (Arbeits-) Alltag zurückkehren zu können stehen dabei für Patient, Arbeitgeber und Familie im Vordergrund. Auch das Auftreten einer neuerlichen Hernie (=Rezidivhernie) kann so auf ein Minimum von 0,4 - 4% reduziert werden.

Welche Methode für wen am besten geeignet ist muß von Chirurg und Patienten gemeinsam entschieden werden:

  • Laparoskopische Verfahren (mittels Bauchspiegelung)                                                                                       Durch die verbesserte Op-Technik und die hohe Qualität der verwendeten Kunststoffnetze hat sich die Methode in den letzten Jahren zur Standardmethode für alle Patienten die für eine  Vollnarkose tauglich sind entwickelt!
    Die Vorteile dieser Methode sind geringere Schmerzen , rasche Belastbarkeit
    (Arbeitsfähigkeit) nach der Operation sowie die extrem niedrigen Rezidivraten (= Risiko des Neuauftretens einer Hernie nach der OP)
  • „minimal repair“ – Verfahren
    bei sogenannten Sportlerhernien (hauptsächlich Eishockey- od. Fußballspieler) hat sich diese Methode in Kombination mit perfekter physiotherapeutischer Betreuung zu einem absoluten „Renner“ entwickelt. Eine extrem kurze Heilungsphase und somit ein kurzer Trainingsausfall durch nahezu vollkommene Schmerzfreiheit postoperativ sind besonders für Leistungssportler interessant.
    Ob diese Methode einem laparoskopischen Eingriff vorzuziehen ist kann auch ein erfahrener Operateur nur in enger Zusammenarbeit mit dem Teamarzt und Physiotherapeuten des Leistungssportlers entscheiden.
  • „offene“ Verfahren (mittels Hautschnitt)
    Bei allen sehr großen Hernien (Bruchlücken über 3cm) od. Hernien mit Einklemmung
  • Bruchlückenverschluß mit oder ohne ultraleichtem Kunststoffnetz
    Abgesehen von der laparoskopischen Methode die immer ein Netz erfordert, kann bei allen anderen Verfahren auch noch während der Operation entschieden werden , ob die Implantation eines „Fremdkörpers“ sinnvoll od. notwendig ist. Moderne, ultraleichte Kunststoffnetze sind mittlerweile sehr gut gewebeverträglich und äußerst reißfest. Sie tragen zu einer dauerhaften Verstärkung der Bauchwand bei indem sie vom Narbengewebe durchwachsen werden.

 

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