Haut und Unterhautfettgewebe

(gutartige und bösartige Tumore)

Auch wenn heutzutage viele Hautveränderungen bereits mit LASER entfernt werden können,
gibt es immer noch zahlreiche Fälle in denen ein chirurgischer Eingriff (ggf. mit plastischer Defektdeckung) unumgänglich ist.

Folgende Hautveränderungen können beispielsweise chirurgisch entfernt werden:

Lipome (Fettgeschwulste)
Kleinere Geschwulste können problemlos ambulant in örtlicher Betäubung entfernt werden. Bei größeren, teilweise intramuskulär gelegenen Lipomen empfiehlt sich ein Eingriff in Allgemeinanästhesie sowie die Verwendung einer Wunddrainage für 24 Stunden.

Pilonidalsinus (Haarbalgzysten am Steißbein)
Die Ursache ist nicht vollständig bekannt, man weiß jedoch, dass starke Körperbehaarung die Entstehung dieser gutartigen aber lästigen Erkrankung begünstigt. Bei starker Entzündung (Abszeß, Phlegmone) ist eine Spaltung mit offenem Ausgranulieren der Wunde Mittel der Wahl. Bis zur vollständigen Abheilung können mitunter 2-3 Monate vergehen. Bei weitgehend entzündungsfreiem Befund kann eine Defektdeckung mittels lokaler Lappenplastik die Heilungsphase auf 2-4 Wochen verkürzen!

Nävi (Muttermale)
Basaliome, Plattenepithelcarcinome (Hautkrebs)
Melanome (Pigmentkrebs)
Ob es sich um ein harmloses Muttermal oder doch um Haut- oder Pigmentkrebs handelt kann vom Arzt teilweise mit einem Blick diagnostiziert werden. Endgültige Sicherheit gibt aber letztlich nur ein histopathologischer Befund. Um einen solchen Befund zu bekommen muss die entsprechende Hautveränderung aber unbedingt ausgeschnitten werden, da beim Lasern das Präparat durch die Hitze zerstört wird und somit eine spätere Beurteilung unmöglich ist.

Je nach Größe und Lokalisation der Hautveränderung ist nach einer radikalen Entfernung manchmal auch eine plastisch-chirurgische Defektdeckung erforderlich um ein kosmetisch annehmbares Ergebnis zu erreichen.

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